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Image by Carmen Pereira

Ich mag meine Brüste nicht

BRÜSTE UND LUST

Meine Brust ist zu klein – oder zu groß, sie hängt oder sieht komisch aus.

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Mit dieser Meinung sind Sie nicht alleine. Fast jede Frau hat schon einmal an ihrer Brust etwas auszusetzen gehabt. Zu klein, zu groß, zu schlaff, zu unsymmetrisch, zu anders als die auf Bildern. Laut einer Umfrage von 2016 ist fast jede vierte Frau in Deutschland mit ihrer Brust unzufrieden.

Das bleibt selten im Spiegel. Es geht mit ins Bett und kann einem die Freude am Sex verderben.

Wenn die Brust versteckt wird

Frauen, die ihre Brust nicht mögen, entwickeln Strategien. Das Licht geht aus. Der BH bleibt an. Der Rücken wird dem Partner oder der Partnerin zugedreht, oder die Hand wird weggeschoben, bevor sie die Brust berührt. Manche wählen Stellungen, in denen die Brust nicht zu sehen ist. Das ist verständlich, und es hat einen Preis: Wer sich versteckt, kann sich kaum hingeben. Augenkontakt, Nähe und Berührung leiden, und die Brust, die zu den empfindsamsten Zonen des Körpers gehört, bleibt außen vor. So wird eine starke Erregungsquelle nicht genutzt.

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Die Brust ist mehr als ihr Aussehen

Eine bildgebende Studie (fMRT) zeigt, dass die Reizung der Brustnippel  - Warze ist ein unschönes Wort -  im Gehirn ähnliche Areale anspricht wie die Reizung der Genitalien. In einer Befragung von 156 Frauen empfanden über 80 Prozent Berührungen an Brust und Brustnippel als sehr stimulierend. Wie groß oder wie fest eine Brust ist, spielt dafür keine entscheidende Rolle. Eine kleine Brust kann sehr empfindsam sein, eine große ebenso.

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Was Frauen mir in meiner Masterarbeit erzählt haben

In meiner Masterarbeit an der Hochschule Merseburg habe ich fünf Frauen befragt, die sich die Brüste hatten vergrößern lassen. Es war eine kleine qualitative Studie, keine repräsentative Untersuchung. Sie zeigt aber, wie eng Selbstbewusstsein und Lust zusammenhängen.

Bei keiner der fünf ging es bei der Entscheidung um Sex. Sie wollten einen empfundenen Makel loswerden. Danach fühlten sich alle in ihrer Sexualität sicherer. Sie bewegten sich freier, schämten sich weniger und hatten mehr Lust. Die Gedanken an die „hässliche“ Brust, die vorher mit im Bett gelegen hatten, waren verschwunden.

Und doch konnte nur eine der fünf Frauen ihre Brust anschließend auch als neue Erregungsquelle nutzen. Bei den anderen blieb sie schön anzusehen, aber nicht „bewohnt“. Das Selbstbewusstsein war da, die Verbindung zur eigenen Lust musste noch entstehen.

Die vollständige Masterarbeit (Hochschule Merseburg, 2019) schicke ich Ihnen auf Anfrage gern zu. Schreiben Sie mir dazu einfach über das Formular weiter unten.

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Wege aus dem Brust Dilemma

Eine Operation ist eine mögliche Entscheidung. Meine Studie zeigt, dass mehr Selbstbewusstsein die Sexualität verbessern kann. Sie zeigt nicht, dass es dafür zwingend eine Operation braucht. Oft kann sie aber helfen.

Es gibt auch den anderen Weg: die Brust kennenlernen, so wie sie ist. In der Beratung frage ich Sie, wie Sie Ihre Brust erleben, wie Sie berührt werden möchten und wie nicht, und was Atmung und Bewegung verändern. Daraus entstehen kleine Übungen, mit denen Sie die Brust Schritt für Schritt in Ihr Erleben holen, allein oder zu zweit.

Mehr zum Thema

Im Buch „Sex that Connects“ (Goldmann, 2024) gibt es dazu eine eigene Challenge, „Lust an der Brust“. Außerdem war ich als Expertin in der 3sat-Dokumentation „Befreite Brüste“ zu sehen.

Wenn Sie Ihre Brust als Teil Ihrer Lust entdecken möchten, melden Sie sich gern für ein erstes Gespräch.

 

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