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Was macht eine Sexologin?

SEXOLOGIE · ERKLÄRT

Eine Sexologin – oder ein Sexologe – hat (meistens) an der Hochschule Merseburg Sexologie im Master studiert. Tatsächlich ist das die einzige Hochschule in Deutschland, die diesen Studiengang anbietet. Anders als man denken könnte, ist dieser Studiengang den Sozialwissenschaften zugeordnet. Es ist ein interdisziplinärer Studiengang, der sich an dem Konzept des Sexocorporels orientiert.

Für mich ein sehr lebendiges Konzept, das Menschen ganzheitlich unterstützt, erprobt ist und darauf basiert, dass Sexualität ein lebenslanger erlernbarer Prozess ist.

Mehr steckt im Wort „Sexolog*in“ nicht drin.

Eine Sexualtherapeuthin hat meistens eine Ausbildung absolviert.

Aber weil es drei ähnlich klingende Berufsbezeichnungen gibt und niemand vorher einen Beipackzettel bekommt, hier die Kurzfassung.

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Sexologin, Sexualtherapeutin, Sexualberaterin – wo ist der Unterschied?

Sexologie ist das Fach: die wissenschaftliche Beschäftigung mit Sexualität mit Schwerpunkt auf Beratung. Ich habe sie als Masterstudiengang an der Hochschule Merseburg studiert und mit „sehr gut“ abgeschlossen. Die Methode meines Studiums war der Sexocorporel (mehr dazu gleich).

Sexualtherapie ist eine Methode und Weiterbildung. Meine habe ich bei Prof. Dr. Ulrich Clement gemacht. Sie schaut nicht nach Störungen, sondern nach dem sexuellen Profil eines Menschen und danach, wie zwei Menschen darüber sprechen können.

 

Sexualberatung ist das, was ich Ihnen anbiete:

Gespräche, Wissen, Übungen für zu Hause. Sie ist keine Behandlung von Krankheiten und stellt keine Diagnose. Sie beantwortet die Frage: Was brauche ich, damit es sich wieder gut anfühlt.

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Sexocorporel – die Methode meines Studiums

Der Sexocorporel ist ein Ansatz der Sexologie, der Sexualität als etwas Erlernbares versteht. Das heißt nicht, dass etwas „kaputt“ ist. Es heißt, dass vieles, was sich im Bett schwierig anfühlt, eine Fähigkeit ist, die man nie gelernt hat – und nachlernen kann.

Ich liebe ihn, weil er alle Facetten beleuchtet. Er untersucht viele einzelne Komponenten, und sie verteilen sich auf vier Bereiche:

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Körperlich: Wie Erregung entsteht, wie sie sich anfühlt und wie sie sich über Atmung, Spannung und Bewegung verändern lässt.

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Sexodynamisch: Wie Sie sich selbst als sexuelles Wesen erleben – Gefühle, Selbstsicherheit, Begehren, Fantasien.

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Kognitiv: Was Sie über Sexualität gelernt haben und glauben – Werte, Normen und Denkweisen, die Schritte fördern oder bremsen.

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Beziehung: Nähe, Verführung und Kommunikation – Wünsche, Grenzen und Ängste mitteilen können.

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Das Besondere: Diese Bereiche hängen zusammen wie ein Mobile. Bewegt sich an einer Stelle etwas, bewegen sich die anderen mit. Deshalb muss man nicht alles auf einmal lösen. Es reicht, an der richtigen Stelle anzufangen.

Am Anfang steht dabei immer Ihr Anliegen, nicht ein Schema. In meiner Beratung verbinde ich den Sexocorporel mit der systemischen Sicht auf die Beziehung: Der Körper ist die eine Seite, das Gespräch zwischen zwei Menschen die andere.

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Was in einer Beratung bei mir passiert

Sie kommen allein oder zu zweit. Wir sprechen. Manchmal probieren wir auch gleich etwas aus, zum Beispiel eine Atem- oder Wahrnehmungsübung. Sie bleiben dabei angezogen, und ich berühre Sie nicht. Sie entscheiden mit, worüber wir reden und wie weit wir gehen.

Daraus entstehen kleine, konkrete Schritte für den Alltag: ein anderes Gespräch, eine andere Verabredung, eine Übung, die zu Ihnen passt. Wie die erste Stunde abläuft, steht auf einer eigenen Seite (→ Erste Stunde).

Die meisten, die kommen, haben kein Problem im Sinne einer Störung. Sie haben eine Veränderung, über die sie noch nicht sprechen konnten. Zum Beispiel: Keine Lust mehr · Wenn einer mehr will · Erregung ist nicht Lust · Sex in den Wechseljahren

Wann Sie zuerst zur Ärztin oder zum Arzt gehen sollten

Bei Schmerzen beim Sex, bei Erektionsproblemen, die plötzlich auftreten, bei starker Lustlosigkeit nach dem Beginn eines neuen Medikaments oder bei dem Verdacht auf eine körperliche Ursache lassen Sie das bitte zuerst medizinisch abklären. Eine Beratung ersetzt keine Untersuchung.

Bei einer Depression, einer Traumafolge oder einer Suchtproblematik ist eine psychotherapeutische Behandlung der richtige Ort.

In meiner Praxis begrüße ich immer mehr Menschen mit ADHS – und ich liebe es.

Nicht zuletzt weil ich selber von dieser Neurodivergenz betroffen bin.

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Häufige Fragen

Kann ich allein kommen, oder muss mein Partner dabei sein? Sie können allein kommen. Viele tun das, auch wenn es um die Beziehung geht.

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Ist „Sexologin“ eine geschützte Berufsbezeichnung? Nein – anders als „Psychotherapeutin“ oder „Ärztin“. Deshalb ist es sinnvoll, nach der Ausbildung zu fragen. Meine steht auf der Seite „Über mich“.

Wie viel kostet das? Das steht auf der Seite „Preise und FAQ“.

Ein erstes Telefonat ist kostenlos. Alles, was Sie brauchen, ist ein bisschen Mut, mich zu kontaktieren.

Mehr zu meiner Arbeit steht in meinem Buch „Sex that connects“ (Goldmann, 2024).

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